Connewitzer-Graffiti-Krieg erreicht Stötteritz

Antifa-Graffiti in Stötteritz. Seinen Ursprung findet das "Kunstwerk" wahrscheinlich in Connewitz. Foto: Frank Schütze

Antifa-Graffiti in Stötteritz. Seinen Ursprung findet das „Kunstwerk“ wahrscheinlich in Connewitz. Foto: Frank Schütze

Seit dieser Woche prangt am Eingangsbereich der Neuen Nikolaischule ein Grafitti was so gar nicht zur üblichen Meinungsäußerung von herkömmlichen Schulen passt. In großen Buchstaben steht da „Antifa – No Cops – No Nazis“. Das verwundert insofern, als das Stötteritz bisher nicht als linkes Alternativviertel in Erscheinung getreten ist.

Der Verdacht drängt sich auf, dass hier etwas seine Fortsetzung findet, was vor einem Jahr in Connewitz begann und mittlerweile fast schon zum Wettkampf zwischen städtischem Ordnungsamt und der linken Szene geworden ist. Am Streetballplatz am Connewitzer Kreuz war ein ähnliches Graffiti seinerzeit das erste Mal aufgetaucht und hatte zuerst den Unmut des CDU-Stadtrates Ansbert Maciejewski hervorgerufen, der daraufhin eine Anfrage an den Leipziger Stadtrat unter der Überschrift „No Cops? No Grips“ formulierte und die Entfernung des Graffiti forderte.

Seitdem wurde das beanstandete Graffiti mehrfach durch die Stadtverwaltung entfernt und durch „Künstler“ wieder aufgebracht. Aktuell steht es laut dem Stadtteilblog Mein Connewitz 5:5. Unentschieden also. Wollte die Antifa etwa in Stötteritz sich einen kleinen Vorteil erkämpfen? Wir werden sehen. Mal schauen, wie lange das Graffiti in Stötteritz geduldet wird.

 

Frank Schütze ist Diplom-Journalist und hat die Stötteritzer Storys gegründet, damit die Menschen im Viertel wissen, was direkt vor ihrer Haustür passiert. Sein Anspruch ist es umfassend und neutral über Leipzigs höchstgelegenen Stadtteil zu berichten. Außerdem freut er sich über Themenhinweise und Kritik.

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