Kriminalität rund ums Klangwerk

Einbrüche und Sachbeschädigungen kommen immer häufiger in der Melscher Straße am Klangwerk vor. Foto: privat

Einbrüche und Sachbeschädigungen kommen immer häufiger in der Melscher Straße am Klangwerk vor. Foto: privat

Was geht denn hier ab? Einige Leser haben sich bei mir gemeldet und mir zahlreiche Umstände im Bereich Melscher Straße/Oschatzer Straße geschildert, die in der Tat besorgniserregend sind. Da wird von abgetretenen Spiegeln berichtet und von zerkratzten Autos. Außerdem erzählen Anwohner von zahlreichen Keller- und Wohnungseinbrüchen. Das Areal rund um das Klangwerk in Stötteritz scheint ein Problem zu haben.

Kippt das Areal am Klangwerk?

Früher Industriekomplex, heute Liftwohnung - das Klangwerk in Stötteritz

Früher Industriekomplex, heute Loftwohnung – das Klangwerk in Stötteritz

Ohne Zweifel die Revitalisierung des Klangwerks war das Beste, was dem alten Industrieareal in der Melscher Straße Ecke Oschatzer Straße passieren konnte. Schon zu Beginn der Bauarbeiten stand fest, dass dies zu einer deutlichen Aufwertung des Viertels führen wird. Ich hab zwar damals schon meine Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation geäußert, dass aber nun Randalierer und Einbrecher die Straßenzüge für sich entdecken, war nicht absehbar. Woran das liegen könnte, ist reine Spekulation. Ist es die Nähe zum Stötteritzer Wäldchen, die eine Flucht gut möglich macht? Ist es die Abgeschiedenheit am Abend? Man weiß es nicht. Soviel ist aber klar. Einige Anwohner wollen die Zustände jetzt nicht mehr hinnehmen und beginnen sich zu wehren. Deswegen haben Sie auch zu den Stötteritzer Storys Kontakt aufgenommen, um das Problem in die Öffentlichkeit zu tragen. Es wird dazu aufgerufen, wachsam zu sein, die Augen offen zu halten. Denn bisher gibt es wenige Erkenntnisse. Täterbeschreibungen etc. sind derzeit Fehlanzeige. Auch die Polizei kann in so einem Fall nur selten weiterhelfen. Abgetretene Spiegel oder kleinere Einbruchsdelikte führen letztendlich oftmals zu keinem Ergebnis.

Flugblätter gegen Kriminelle

In den Haufluren zu finden: Aufrufe zu mehr Wachsamkeit. Foto: privat

Mit Flugblättern in den Hausfluren der Straße soll jetzt sensibilisiert werden. Es wird zu mehr Wachsamkeit aufgerufen. Abgeschlossene Haustüren, Keller ohne wertvolle Inhalte und ein guter Kontakt zu den Nachbarn sind erste Anfänge. Wichtig ist aber, dass niemand den Helden spielt. Leute, informiert die Polizei wenn ihr etwas beobachtet. Niemand soll sich in Gefahr begeben.

Wie schätzt ihr die Information ein? Habt ihr bereits Ähnliches erlebt?

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Frank Schütze ist Diplom-Journalist und hat die Stötteritzer Storys gegründet, damit die Menschen im Viertel wissen, was direkt vor ihrer Haustür passiert. Sein Anspruch ist es umfassend und neutral über Leipzigs höchstgelegenen Stadtteil zu berichten. Außerdem freut er sich über Themenhinweise und Kritik.

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