Apotheke dicht – Was kommt danach?

Soll bald saniert werden: Das Eckhaus an der Schönbachstraße/Papiermühlstaße

Soll bald saniert werden: Das Eckhaus an der Schönbachstraße/Papiermühlstaße

Habt ihr es gemerkt? Die Bahnhofs-Apotheke Ecke Schönbachstraße/Papiermühlstraße hat dicht gemacht. Wie zu erfahren ist, sind anstehende Rekonstruktionsmaßnahmen der Grund. Ob die Apotheke an anderer Stelle wieder eröffnen wird, ist mir nicht bekannt.

Neue Wohnungen im Eckhaus

Schon länger hängt an dem Gebäude eine Werbeplane der GRK Holding. Der Leipziger Immobilien-Projektentwickler plant im sogenannten Schönbachquartier Zwei- bis Fünfraum-Wohnungen mit einer Größe von 46 bis 140 Quadratmetern. Insgesamt 49 Wohneinheiten und vier Gewerbeeinheiten sollen nach der Sanierung Einzug halten. In einer Visualisierung ist eine Filiale des Konsum Leipzig zu erkennen. Das würde Sinn machen, schließlich sitzt nur wenige Meter weiter bereits der hiesige Supermarkt in einem ziemlich runtergekommenen Eckhaus in der Weißestraße. Ein Umzug ins Schönbachquartier wäre also denkbar. Zumal am bisherigen Standort des Konsums ebenfalls bereits Werbeplanen von einer anstehenden Sanierung künden.

Platz für Kinder und Stellplätze

Punkten dürfte die GRK-Holding vor allem mit den geplanten Spielflächen für Kinder und den Stellplätzen für PKW. Beides braucht Stötteritz. Junge Familien mit Kindern haben den Stadtteil für sich entdeckt und die Parkplatzproblematik im gesamten Stadtgebiet ist nicht erst seit der Eskalation in Schleußig bekannt. Stötteritz bildet da keine Ausnahme. Zumal die GRK-Holding unweit der Schönbachstraße unter dem Namen Klangwerk das ehemalige RFT-Gelände saniert und auch hier 150 Wohneinheiten schafft. Die Suche nach einem Parkplatz wird dadurch sicher noch problematischer.

Chance für Papiermühlstraße

Profitieren von dieser Entwicklung könnte die Papiermühlstraße. Aufgrund der Straßenbahnanbindung, kleiner Fressmeile und ein paar Gesundheitseinrichtungen ist sie bisher so etwas wie die Karli für Arme. hat aber durchaus Potenzial. Mehr Einwohner, die höhere Mieten zahlen können, bedeuten auch mehr Anspruch auf eine ordentliche Kaffeekultur. Zudem lösen solche Projekte oft auch einen Nachzieheffekt bei anderen Immobilien nach sich. Ich bin gespannt, was da so in den kommenden Monaten passiert. Schlecht finde ich es auf jeden Fall nicht. Was ist eure Meinung? Welche Apotheke nutzt ihr jetzt? Habt ihr Angst vor einer Veränderung des Viertels?

Frank Schütze ist Diplom-Journalist und hat die Stötteritzer Storys gegründet, damit die Menschen im Viertel wissen, was direkt vor ihrer Haustür passiert. Sein Anspruch ist es umfassend und neutral über Leipzigs höchstgelegenen Stadtteil zu berichten. Außerdem freut er sich über Themenhinweise und Kritik.

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